ANTIPODENBALANCE              

"DAS BEWEGENDE SPIEL IN DER TRINKA"

GANGSCHULE UND ZIRKUSDISZIPLIN FÜR KINDER UND JUGENDLICHE           

 

(zum Vergrößern der Bilder bitte anklicken)

 

 Artistische Bewegungen zur Schulung des Gangbildes:

Das bewegende Spiel in der Trinka ist ein spielerisches und darstellendes Aufmerksamkeits- und Bewegungstraining für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zur Schulung des Gangbildes. Das Spiel in der Trinka richtet sich generell an alle Kinder und Jugendlichen als ein artistisches Spiel zur Schärfung von Aufmerksamkeit und Eigenwahrnehmung bis hin zur künstlerischen Darstellung im Kinder- und Jugendzirkus. Im Besonderen richtet sich das Training an alle Kinder und Jugendlichen mit (durch Gewohnheit erworbenen) Bewegungsbeeinträchtigungen im Bereich der Beine und Füße, als eine Möglichkeit sich selbstbestimmend zu korrigieren.

 

Einzel-Schulung:

"Das bewegende Spiel in der Trinka" umfasst die Bewegungsschulung von Becken, Beinen und Füßen. Dabei wird die gesamte Persönlichkeit des "Artistenschülers" berücksichtigt und sein Körpergefühl erweitert. Ziel ist die Auflösung von Fehlhaltung und Bewegungsgewohnheiten. Das gesamte Training umfasst 4 Teilbereiche die schrittweise erreicht werden können. Anhand von "äußeren, sichtbaren Spiel-Bewegungen" können Ziele und Fortschritte besprochen und abgestimmt werden. Auf Wunsch begleite ich Sie als Erwachsene dabei mit der Feldenkrais-Methode. So können Sie jederzeit persönlich nachempfinden, was ihr Kind gerade lernt.


Feldenkrais - Verbandstag 2018: 

 

Die Bilder stammen aktuell aus den Workshops beim Feldenkrais-Verbandstag, vom 29.9.2018.


Artikel - veröffentlicht im Jahr 2006 - Das bewegende Spiel in der Trinka - artistische Gangschule:

Artikel - Fachzeitschrift KASKADE Heft 81 1/2006
"Trinka Training" - Artistische Gangschule und Zirkusdisziplin
kaskade_081_2006_1_1.pdf (720.69KB)
Artikel - Fachzeitschrift KASKADE Heft 81 1/2006
"Trinka Training" - Artistische Gangschule und Zirkusdisziplin
kaskade_081_2006_1_1.pdf (720.69KB)


Bei Interesse kontaktieren Sie mich bitte persönlich unter bereitstehendem Kontaktformular oder über die Handy-Nummer: Stephan Bauernfeind  •  0173 81 866 14


Zur Vorgeschichte dieser artistischen Bewegungsschulung:

Die Antipodenjonglage ist eine Kunstform, bei der Gegenstände mittels der Bewegungen von Füßen und Beinen in der Luft gehalten werden. D.h. die geschickte Zusammenarbeit zwischen Fuß- und Beinbewegungen entscheidet über den Verbleib der Gegenstände gegen die Gesetze der Schwerkraft. Bei der Ausübung dieser Artistenkunst liegt man fast vollständig im oberen Körper fixiert in einer Art "Sofa" der Trinka, wobei Füße, Beine und Hüfte freischwebend im Raum sich bewegen können.  

Immer wenn ich Auftritte von solchen Künstlern sah, oder auch wenn ich Bilder in Büchern entdeckte, wollte ich selbst einmal nachvollziehen können, wie es ist, mit dem Fuß zu jonglieren, anstatt mit den Händen. Da es weder "Trinkas" zu kaufen noch eine anleitende Trainingsmethodik zum Studieren gab, begann ich eine autodidaktische Trainingsarbeit in einer selbstgebauten Trinka.

Meine ersten Versuche zeigten mir sogleich, dass Wunschdenken und Realität weit auseinander klafften. Denn meine Bewegungskontrolle in meinen Fußgelenken entsprach nicht den Anforderungen, die ein Ausbalancieren der Gegenstände erforderte. Kaum hatte ich einen Gegenstand auf den Füßen, da lag er auch schon wieder unten. Ich gab nicht auf, es lernen zu wollen und so schulte ich mich vor allem zunächst darin, meine Gelenkbewegungen stärker und bewusster wahrzunehmen. Hunderte von Versuchen führten mich zwar näher an die Kunst der Antipodenjonglage, aber am meisten lernte ich zu spüren, welche Gelenkbewegungen effizient und notwendig für ein Gleichgewicht sind. Am bemerkenswertesten war jedoch, dass ich im Anschluss an das Spiel in der Trinka, auch im aufrechten Stand und Gang, meine bewusste Aufmerksamkeit auf die Beingelenke behielt und beobachten konnte, wie sich meine Gelenke wie von selbst bewegten und sich einrichteten. 

Die Antipodenjonglage einmal andersherum gedreht betrachtet, ließ mich durch das körperliche System der Eigenwahrnehmung erkennen, dass Füße und Beine in ihrem geschickten Zusammenspiel mit dem restlichen Skelettsystem den menschlichen Körper aufrecht im Zusammenspiel mit der Schwerkraft balancieren. Die Natur des aufrechten Ganges hat uns mit einer "inneren" artistischen Aufgabe betreut, die jederzeit zu bewältigen ist und in deren bewusster Aufmerksamkeit ein ausgleichender Bewegungsfluss zwischen haltender und verändernder Bewegungssteuerung liegt. Nach Abschluss meiner dreijährigen autodidaktischen Bewegungsarbeit erkannte ich, dass die durch die Geräte der Antipodenjonglage vorgegebenen Bewegungsarragements entsprechend den mechanisch-funktionellen Gelenkbewegungen in Füßen, Beinen, Hüften und der des Beckens sind. Zudem ist durch die körperliche Lage im Spielgerät selbst eine der Bedingungen erfüllt, die Moshé Feldenkrais für ein Neu-Lernen formulierte, nämlich die vorübergehende Ausschaltung des Stehreflexes. Als Sportwissenschaftler formulierte ich , anschließend an diese Erkenntnisse, folgende Hypothese:

Die Kunst der Antipodenjonglage ist aus den natürlichen Bewegungshandlungen des Menschen entsprungen und kann somit auch die Eignung besitzen, verlorengegangene natürliche Bewegungshandlungen an den Menschen zurück zu geben.

Die Vorgeschichte als ausführlicher Artikel (englisch / deutsch) in der Fachzeitschrift KASKADE:

Diese Vorgeschichte können Sie in ausführlicher Fassung auch im Internet finden. Lesen Sie bitte dazu den, im Jahr 2006, in der Fachzeitschrift KASKADE veröffentlichten Artikel. 

www.kaskade.de/fileadmin/downloadarchiv/45-112/kaskade_081_2006_1.pdf